Diisocyanate - Modul 04 Risikomanagementmaßnahmen MDI für PU-Hartschaum
In diesem Aufbaumodul lernen Anwender, wie sie beim Umgang mit MDI in Anlagen zur Herstellung von PU-Hartschaumstoffen sicher arbeiten. Behandelt werden die MDI-Risiken Station für Station – von der kontinuierlichen und diskontinuierlichen Produktion über den Aushärtungsprozess, das Entladen, Tanklager und Leckagen bis zu Mischkopf, Filterreinigung, Labor und Abfall – mit der jeweils passenden Schutzausrüstung. Die Teilnehmenden erfahren, worauf sie an jeder Station achten müssen, um Sensibilisierungen und andere berufsbedingte Erkrankungen zu vermeiden.

Diisocyanate - Modul 04 Risikomanagementmaßnahmen MDI für PU-Hartschaum
Dieses Aufbaumodul richtet sich an alle, die in Anlagen zur Herstellung von Polyurethan-Hartschaumstoffen mit MDI umgehen. Es baut auf der Basisschulung auf und führt Station für Station durch die Anlage – es zeigt, wo MDI-Risiken entstehen und wie man sich an jeder Stelle schützt.
In diesem Unterweisungsfilm lernen die Teilnehmenden Schritt für Schritt, wo die Risiken liegen, wie hoch sie je Tätigkeit sind und welche Schutzausrüstung jeweils nötig ist.
Inhalte des Unterweisungsfilms:
- Mögliche Risiken: offene Gemische, Nachbehandlung, Reinigung/Abfall sowie Wartung und Reparatur
- Kontinuierliche und diskontinuierliche PU-Hartschaumproduktion und ihre Risikostationen
- Der Aushärtungsprozess: warum frischer, heißer Schaumstoff MDI freisetzt
- Entladen von Tankwagen – mittleres Risiko, im Störfall außergewöhnlich hohe Exposition
- Schutzmaßnahmen beim Entladen: PSA, 4-Augen-Prinzip, MDI von Wasser fernhalten
- Tanklager und Lagerung im geschlossenen System
- Kleine und erhebliche Leckagen sicher unterscheiden
- Verrohrung und Mischkopf: hohes Expositionsrisiko durch nicht umgesetzte Diisocyanate
- Ablagebereich: Anfahren, Chargenende und Testläufe
- Schaumstoffproben entnehmen und Gießharke bzw. Schläuche wechseln
- Frisch geschnittener Schaumstoff: neue Schnittkanten mit Rest-MDI
- Wartung und Reinigung am Schäumtunnelende und im Sägebereich
- MDI-Filterreinigung als Haupt-Risikotätigkeit (über 90 % des flüssigen MDI-Abfalls)
- MDI-Filter-Regeneration (Pyrolyse und Lösungsmittelreinigung)
- Eigene Laboraktivitäten und Qualitätskontrolle
- Umgang mit flüssigen MDI-Abfällen: sicher lagern, kennzeichnen und entsorgen
- Die richtige persönliche Schutzausrüstung je Station (Nitrilhandschuhe, Schutzbrille, Atemschutz, Schutzkleidung)
- Selbstcheck für sicheres Arbeiten vor, während und nach der Tätigkeit
Der Unterweisungsfilm unterstützt Unternehmen dabei, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rechtssicher nach REACH für den Umgang mit MDI in der PU-Hartschaumproduktion zu schulen und langfristig vor berufsbedingten Erkrankungen zu schützen.

